Erstellt von
Der als Scherzartikel getarnte Kugelschreiber liegt lässig in der Hand. Keine Mine ist sichtbar und der Daumen saust auf den silber glänzenden Druckknopf. Millisekunden später steht die Person unter Strom. Ein Elektroschock entwich dem alltäglichem Kugelschreiber. Es sind nicht nur ein paar Volt – aus der Hochleistungselektronik schießen mehr als 1000 Volt.
Mittels Daumen wurde über das Kugelschreibergehäuse der Stromkreis geschlossen und die Ladungsenergie der integrierten vier Knopfzellen wurde über die Hand abgegeben
… Ja, so sieht es aus. In der Kategorie “Technik” bin ich bereits auf die implementierte Elektroschock Elektronik eingegangen.
Ich habe einen tiefen Blick ins Innere des Scherzartikels gegeben, doch wie wird diese Hochspannung in den verbauten Bauteilen erzeugt? Im Inneren stecken vier normale Knopfzellen die mittels einer elektronischen Schaltung auf eine Hochspannung konvertiert werden. Genug geredet, ich möchte Dir nun genau erklären wie dies möglich ist.
Ich möchte nun auf die wesentlichen Dinge eingehen und den Vorgang im Inneren des Kulis so einfach wie möglich darstellen.
Die Hochspannung wird mit diesen wenigen Bauteilen erzeugt:
Das wäre es grob. Habe ich Dich enttäuscht? Ich möchte hier nur die Hauptbestandteile erwähnen, schließlich ist das Ziel dieser Seite Dir die Entstehung einer Hochspannung zu erklären. Klar ist jedoch, in der Kulischocker Elektronik sind noch weitere Bauteile im Einsatz. Allerdings bleibt leider eine Veröffentlichung ausgeschlossen, die verwendeten Widerstände, Typenbezeichnungen und SMD-Komponenten sind Entwicklungseigentum von Kulischocker. Vergleicht man die unterschiedlichen Produkte am Markt, so weiß man sofort wer klar das Rennen gewinnt…
Nun aber zurück: Alle verwendeten Komponenten spielen zusammen und ziehen gemeinsam in eine Richtung: Aus möglichst wenig Energie eine relativ hohe Ausgangsspannung erzeugen, damit der “Drücker” so heftig wie möglich geschockt wird
Bei der Entwicklung dieser Schaltung wurde demnach jedes einzelne Bauteil auf die anderen verwendeten “Mitspieler” angepasst, nur ein harmonisches Zusammenspiel erzielt die erwünschten Lacher auf unseren Seite…
Bilder sagen mehr als tausend Worte, ich habe hier ein Bild mit der Innenansicht der Elektroschock Elektronik. Jetzt sieht man klar und deutlich die 3 Bestandteile für die Hochspannung Erzeugung:
Von links: Die Energieversorgung, der Impulsgeber und der Hochspannungstransformator (oder auch Zündspule / Teslaspule). Gemeinsam erzeugen sie den Stromschlag.
Noch schnell ein Detail der Induktionsspule. Klar erkennbar der hintergeschaltete Impulsgeber.
Das war nun eine kleine Übersicht der verwendeten Komponenten. Doch was ist die eigentliche Funktion jedes einzelnen Bauteils? Wie bekommen wir nun das Puzzle von Informationen zusammen? Nun komme ich zur eigentlichen Theorie, nicht einschlafen!
Die bereits genannten drei Bauteile spielen die Hauptrolle im Bauche des Scherzartikel. Ich möchte Dir nun die Theorie zur Erzeugung eines Elektroschock näher bringen. Lass mich nun starten:
Der Hochspannungstrafo (oder auch Zündspule / Teslaspule / Induktionsspule genannt!) bildet das Herzstück des Elektroschock Kugelschreibers. Dieses Bauteil hat zwei unterschiedliche Wicklungen: Es gibt jeweils Leiterschleifen auf der Primär- und auf der Sekundärseite. Der Unterschied ist die Anzahl der Wicklungen pro Seite.
Der Faktor zwischen N2 gegenüber N1 beträgt: N2/N1 ==> 10.000/10 = 1000
Nehmen wir nun mal an wir legen 1,5 Volt an die Primärseite an, so erhalten wir an der Sekundärseite eine Ausgangsspannung von: 1,5 x 1000 = 1500 Volt
Du fragst Dich jetzt bestimmt wie so etwas möglich ist? Wie kann so eine niedrige Spannung verstärkt / konvertiert werden? Wie ist das möglich? Hier nun die Auflösung:
Bei der Einspeisung der 1,5 Volt über die Energieversorgung fließt beim Anlegen der Spannung ein Strom. Dieser entstandene Strom baut in der Primärwicklung des Hochspannungstrafo ein Magnetfeld auf. Wird nun die Stromzufuhr (Impulsgeber) in der Primärwicklung rhythmisch unterbrochen, so baut sich aufgrund der Selbstinduktion in den Spulen eine Gegenspannung auf, die dem Zusammenbrechen des Magnetfelds entgegenwirkt. Das Resultat: Die Spannung auf der Sekundärseite ist aufgrund der vielen Windungen um das Windungszahlverhältnis höher als auf der Primärseite.
In unserem Beispiel ist das Windungszahlverhältnis N2/N1 1000 und daraus resultiert eine Ausgangsspannung von 1500 Volt. Und was sagst Du? In diesem kleinem Elektroschock Kugelschreiber steckt eine geballte Ladung Physik
Wie bereits bei der Induktionsspule erklärt: Der Stromfluss muss auf der Primärseite rhythmisch unterbrochen werden, damit auf der Sekundärseite eine Hochspannung anliegt. Der Impulsgeber hat demnach die einfache Funktion die Spannung gleichmässig ein- und auszuschalten. Du kannst Dir bildlich einen Schalter vorstellen, der automatisch ein- und ausgedrückt wird. In der Schaltung selbst ist kein mechanisches Bauteil, heutzutage wird dies über Transistoren gelöst. Der Impuls entsteht demnach elektrisch und hat keine mechanische Abnutzung. Keine Angst, der Kugelschreiber kann über Jahre hinweg dauerhaft Stromschläge abgeben
Ich muss Dich leider enttäuschen – ich kann hierzu einfach nur wenig erklären. Die Energieversorgung sind die eingebauten Knopfzellen. Wer hätte das gedacht? Jede Batterie hat eine gewisse Ladekapazität und diese Energie steht nun vervierfacht der Schaltung zur Verfügung. Je höher die Energie, desto stärker der abgegebene Elektroschock.
So, genug mit der Theorie. Nichts ist langweiliger als blanker Text… Ich habe das Internet nach guten verständlichen Videos für die Hochspannungserzeugung abgegrast, leider habe ich nur ein einziges brauchbares Video gefunden. Dieses Video ist im Physikunterricht entstanden – blenden wir einfach mal die Geräuschkulisse aus… Wichtig ist hier allerdings der Lerneffekt. Hier nun das Video:
Hier noch einmal die Wiederholung: Verwendet wird ein Hochspannungstransformator mit zwei unterschiedlichen Wicklungsseiten: Auf der Primärwicklung (rechts) haben wir 500, auf der Sekundärwicklung (links) exakt 23.000 Leiterschleifen. Die eingespeiste Primärspannung wird deshalb um das 46ig fache an der Sekundärseite abgegeben.
Direkt an der Ausgangsseite der Sekundärspule wurde eine Jakobsleiter angebracht. Bei der Jakobsleiter wird der entstandene Lichtbogen einer elektrischen Entladung zwischen zwei nach oben öffnenden Elektroden aufgrund des Auftriebes und magnetischer Kräfte nach oben bewegt. Im Video ist dieser Effekt deutlich sichtbar.
Gut, ich hoffe Dir ist nun die Erzeugung einer Hochspannung klargeworden. Ich möchte mich aber hiermit deutlich von jeglichen Versuchen mit Hochspannungen distanzieren. Diese Seite soll Dir die Physik und ein Verständnis für höherfrequente Spannungen näher bringen. Hochspannung erzeugen ist aufgrund der entstehenden hohen Spannungen sehr gefährlich. Ich distanziere mich hiermit von jeglichen Experimenten / Versuchsaufbauten.
Erstellt von
Ganz klar, ein Elektroschock Kugelschreiber dient nur einem Zweck: Dem Opfer einen bleibendem Eindruck zu vermitteln… Bei dem Versuch die Mine über den normalen Druckknopf rauszudrücken, bekommt man einen heftigen Stromschlag. Der Stromkreis wird über das Gehäuse (verchromt und leitfähig) mit dem Daumen und den restlichen Fingern der Hand über den Drücker geschlossen… der Strom kann fließen und die tausend Volt entfalten Ihre volle Wirkung.
Auf dem Markt gibt es die unterschiedlichsten Arten dieses Scherzartikels: Verschiedene Gehäuseformen, unterschiedliche Elektroschockerzeugung (Integrierte Elektronik oder Piezoelement) oder verschiedene Arten der Stromversorgung (mehrere Knopfzellen / Einzelbatterie). Es gibt allerdings ein Alleinstellungsmerkmal: Der Elektroschock Kugelschreiber von Kulischocker kann schreiben. Viele andere Stromschlag Kulis haben ein Fake Plastikgehäuse, nur die plumpe Elektroschockelektronik ist eingebaut. Bei dem hier verwendeten Scherzartikel ist es allerdings anders: Verbaut ist eine vollwertige Qualitätsmine, mit der dieser Schocker sogar schreiben kann. Durch eine für das Opfer unbekannte Drehtechnik kann man diese Mine herausdrehen. Drückt man oben den Knopf, saust ein Blitz von Elektroschock durch den Körper, kennt man die Drehtechnik so kommt die Mine heraus und man kann selenruhig schreiben
Alles klar, hier nun wie gewohnt eine kleine Bilderserie wie man die Kugelschreibermine herausdrehen kann!
So sieht der Scherzartikel von oben aus: Man sieht klar und deutlich: In der Mitte blitzt eine Mine hervor, die man durch eine Mechanik herausdrehen kann. Andere erhältliche Schock Kugelschreiber haben an der Unterseite nichts, es gibt sogar Varianten die haben nicht mal ein Loch. Die Tarnung würde sofort auffallen, sobald man so ein minderwertiges Exemplar in der Hand halten würde… Es handelt sich hier um den Scherzartikel von Kulischocker.de. Das Ende ist silber verchromt, in der Mitte spitzt die Mine hervor.

Der Kulischocker wird nun mit beiden Fingern der rechten Hand gehalten während die beiden linken Finger das verchromte Endstück umfassen. Mit einer Drehbewegung im Uhrzeigersinn kann das Endstück gedreht werden.

Exakt nach einer Umdrehung ist die Schreibmine ausgefahren.
Hier der Beweis: Die Mine steht heraus und ist bereit für den Einsatz.
Als Schreibunterlage hab ich meinen Finger genommen, der Scherzartikel kann tatsächlich schreiben
Dreht man die Spitze im Uhrzeigersinn so kommt die Mine heraus, dreht man dagegen so fährt diese automatisch wieder ein.
Hier nun der endgültige Beweis: Der Elektroschock Kugelschreiber ist nicht nur ein Scherzartikel, er ist sogar im Alltag nutzbar! Solange man weiß wie man die Mine herausdreht bleibt man vor diesen fiesen Elektroschocks verschont… heißt aber leider noch lange nicht das man nicht doch aus Versehen drückt. Selbst mir ist das schon passiert
Die Mine lässt sich durch DREHEN herausfahren, ein DRÜCKEN löst etwas ganz anderes aus.