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Fast schon wöchentlich erreicht mich die Anfrage ob man sich nicht auch selbst so einen Elektroschock Kugelschreiber bauen kann. Ja, man kann! Die Anleitung zum bauen gibt´s am Ende dieses Artikels!
Es gibt auf physikalischer Basis verschiedenste Arten um eine Hochspannung zu erzeugen. Wir sprechen hier über Schock Kugelschreiber, man bekommt beim Drücken des Minenknopfes eine gewischt. Das Ganze sollte möglichst normal aussehen, der Kugelschreiber sollte daher wie jeder Andere aussehen. Und hier haben wir schon das erste Problem: Der verfügbare Platz im Inneren des Kulis ist begrenzt. Ist ja auch klar, ein Kugelschreiber ist für das Schreiben entwickelt worden, und nicht für das Schocken von Leuten…
Aufgrund der kompakten Bauweise eines jeden Kugelschreiber gibt es im wesentlichen nur zwei verwendbare Arten um die notwendige Hochspannung zu erzeugen. Die Problematik ist die Unterbringung des Energiespeichers. Die Elektronik muss also sehr klein sein – hier nun die beiden Varianten:
Das sind die beiden Möglichkeiten. Erstere findet in vielen Gasfeuerzeugen Anwendung, drückt man den Druckknopf am Feuerzeug, so wird über ein Piezoelement ein Zündfunke generiert. Das Gas tritt aus dem Ventil aus und es entzündet sich. Anstelle eines Zündsteins wird durch Piezoelektrizität das Gas entzündet.
Dieses Bauteil (Piezokristall) erzeugt bei der Einwirkung einer mechanischen Kraft eine elektrische Spannung. Man kann sich das in etwa so vorstellen: Im Inneren des Piezo-Zündelements wird mit einem kleinen Mini-Hammer mit starker Schlagkraft auf einen Piezokristall geschlagen. Diese elastische Verformung führt dazu, dass innerhalb des Kristall eine Spannung von bis zu 15.000 Volt entsteht. Diese Spannung wird über zwei dicht aneinander liegende Metallkontakte gerichtet und ein blau leuchtender Funke entsteht.
Die andere Möglichkeit ist die Erzeugung der Hochspannung über eine Elektronik. Ich bin bereits im Technikteil dieser Seite darauf eingegangen, wen es interessiert hier ist der Link zu der Seite: “Hochspannung erzeugen“ 
Im Grunde benötigt man für diese Elektronik 3 Elemente: Energieversorgung, Impulsgeber und den Hochspannungstransformator. Die Gleichspannung (kommt von den 4 Knopfzellen) wird über einen Impulsgeber auf die Hochspannungsspule gejagt. Durch die Induktion liegt nun an der Sekundärspule eine Hochspannung an. Durch diese Art und Weise wird kontrolliert eine höherfrequente Spannung erzeugt.
Vergleicht man nun beide Varianten so ist klar die zweite der klare Sieger: Die verwendete Schaltung liefert eine konstante und dauerhafte Hochspannung, wogegen der Piezokristall nur einmal einen Hochspannungsimpuls ausgibt.
Ich möchte hiermit auf das wichtige Thema Sicherheit hinweisen: Bei den Piezoelementen wird ein sehr hoher Hochspannungsimpuls abgegeben. Der zu fließende Strom ist undefinierbar, es kann sogar gefährlich sein damit zu experimentieren. Bei beiden Varianten der Hochspannungserzeugung kann ich nur zu der elektrischen Schaltung raten. Wer auf der sicheren Seite sein will der sollte ein paar Euro in das fertige Produkt investieren.
Kann ich nun so einen Scherzartikel selber bauen? Was benötige ich alles dafür?
So, nun kommen wir zum eigentlichen Statement. Wie Du siehst ist man technisch an zwei Varianten gebunden. Piezokristall oder Elektronik. Durch den komplexen Aufbau der Schock-Elektronik (3 notwendige Baugruppen!) ist man demnach auf die Verwendung der Piezoelektrizität beschränkt. Die Bauteile musst Du Dir selbst zusammensuchen, auch benötigst Du ein bisschen Geschick beim Zusammensetzen.
Genug geredet! Du willst einen Elektroschock Kugelschreiber selber bauen? Aufgepasst, hier nun eine kleine Bauanleitung:
Und, was sagst Du zu der Bauanleitung? Du hast es Dir bestimmt einfacher vorgestellt einen Elektroschock Kugelschrauber selber zu bauen… stimmt´s?
Ich möchte ehrlich mit Dir sein: Ich habe es nicht geschafft. Ich habe etliche verschiedenste Kugelschreibergehäuse zusammengetragen, kein Einziges hatte genug Platz für das Piezoelement. Ich habe sogar im Drogeriemarkt “Müller” alle Schreibgeräte auf Eignung überprüft… Ergebnis war leider negativ.
Nun noch ein kleiner Hinweis am Rande: Ich möchte mich hiermit von jeglichen Experimenten mit Hochspannung distanzieren. Versuchsaufbauten mit resultierenden hohen Spannungen sind sehr gefährlich und können gesundheitliche Schäden zur Folge haben. Ich empfehle generell einen Erwerb eines im Handel befindlichen Elektroschock Kugelschreiber. Diese paar Euro sollten übrig sein, Sicherheit geht immer vor.

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Elektroschock Kugelschreiber sind Scherzartikel für einen schnellen Streich: Ruck Zuck saust der Daumen herunter und man erhält einen Schock… Die Runde lacht. Wie sieht es aber mit der Vermarktung dieser Scherzartikel aus? Verbreiten sich diese über Mundpropaganda oder lohnt es sich etwas tiefer in den Marketinggeldbeutel zu fassen? Wie sieht es aus, kann man eigentlich für dieses Produkt einen Werbefilm drehen?
Ja, man kann. Der Nürnberger Filmemacher Rommel Vardapour hat es im Rahmen einer Studienarbeit für die Hochschule Ansbach bewiesen. Zusammen mit dem Studiengang “MUK” Multimedia und Kommunikation ist dieser originelle Kurzfilm entstanden. Wie kann man diesen Scherzartikel richtig in Szene setzen? Der Werbespot soll den Kunden fesseln, ihn in seinen Bann ziehen.
Ist es Rommel Vardapour mit seinem Drehbuch gelungen? Die Filmrollen kommen sprichwörtlich noch warm aus der Kamera… mach Dir nun Deine eigene Meinung und sehe selbst:
YouTube Videolink: https://www.youtube.com/watch?v=WoKJenAV8RM
Mich hat der Werbespot überzeugt! Die Handlung ist kreativ, das Produkt wird perfekt in Szene gesetzt. Zudem ist das Ende unerwartet und regt zum Nachdenken an
Es ist eben doch etwas Anderes als die zu drückenden Opfer mit versteckter Kamera zu filmen… Welcher Scherzartikel kann schon von sich behaupten einen eigenen Werbespot zu haben?
Ich bin nun gespannt auf welchen Kanälen dieser Spot in die deutschen Haushalte flimmern wird – neueste Nachrichten wird es wie immer hier im Blog geben. Elektroschock Kugelschreiber sind auf dem Weg zur totalen Eroberung